2018 - Ederbergland ( Battenberg )

Dauer der Tour: 2 Tage
Gesamtstrecke: 717 km
gefahrene Kilometer mit dem Motorrad: 717

Dem Brückentag sei Dank .... anstatt in den Mai zu tanzen, fuhren wir einfach in den Wonnemonat.

"Als Gast kommen - als Freund gehen" ... so oder ähnlich war es auf der damaligen Webseite des Hotel Sassor in Battenberg-Dodenau zu lesen. Wie recht sie haben !

1. Tag "Essen -> Battenberg-Dodenau" 331 Kilometer
Essen -> Schwelm -> Bevertalsperre -> Kierspe -> Aggertalsperre - Biggesee -> Kirchhundem -> Erndtebrück -> Saßmannshausen -> Dotzlar -> Bad Laasphe -> Hatzfeld -> Battenberg-Dodenau

Schon früh im Jahr stand unsere erste 2-Tages-Tour an, wir entschieden uns für die Fahrt durch das schöne Sauerland bis hin zum Ederbergland. Ziel war das als Tourenfahrer-Hotel bekannte Hotel Sassor welches ich zufällig im Internet entdeckt habe - ein Glückgriff wie sich später herausstellte.

Eigentlich war die Wettervorhersage gar nicht soo schlecht und so ließen wir die kostenlose Stornierungsoption 2 Tage vor Beginn der Fahrt verstreichen.
Gut, Sonnenbrand- und Hitzestaugefahr herrschte nun nicht gerade, aber dennoch schien es bewölkt, aber überwiegend trocken zu werden. Wir waren am Morgen des 30. April gerade mal 15 Minuten unterwegs als wir uns zum ersten Mal hektisch die Regenbekleidung überstreifen konnten. Allerdings war es das erste und letzte Mal für diesen Tag, es ergab sich einfach keine Möglichkeit mehr die Sachen wieder abzustreifen.

Dies tat unserer Laune aber keinen Abbruch, schließlich widmeten wir uns dem schönsten Hobby der Welt - dem Motorradfahren. Zugegeben, es regnete nicht den gesamten Tag, aber Schauer und eine ständig nasse Fahrbahn waren unser heutiger Begleiter. Dazu kam die gelbe Blütenplage, unsere Bikes sahen am Ende des Tages aus als ob wir der Kurierdienst einen bekannten deutschen Paketlieferdienstes wären.

Die Streckenführung war fantastisch, unzählige Kurven führten quer durchs Bergische, durch den Naturpark Sauerland-Rothaargebirge bis hin zum Ederbergland.
Zu unserer Überraschung wurde hier Tradition groß geschrieben und jede Ortschaft feierte den Einzug des Maibaums.

So kam es dass wir fast die einzigen Gäste im Hotel Sassor waren, normalerweise ist hier die Hölle los und man hat keine Chance auf ein Zimmer. Die Chemie passte sofort, Ulli & Axel Sassor waren herausragende Gastgeber und wir verbrachten einen feucht-fröhlichen Abend im Sassor.

2. Tag "Battenberg-Dodenau -> Essen" 386 Kilometer
Battenberg-Dodenau -> Hallenberg -> Bad Berleburg -> Altastenberg -> Medebach -> Edersee -> Korbach -> Diemelsee -> Brilon -> Warstein -> Arnsberg -> Dortmund -> Essen

Nach einer kurzen Nacht und einem ausgiebigem Frühstück - Ulli hat Rühreier für eine ganze Kompanie gemacht - ging es um 10 Uhr wieder auf die Straße. Das Wetter war uns heute hold, mit maximal 10 Grad war es zwar recht frisch, aber es blieb trocken und die Sonne und wir strahlten um die Wette.

Im Ederbergland und im Sauerland versteht man es zu feiern - zumindest deuten wir die leeren Straßen so. Zunächst führte unser Weg mitten ins Zentrum des Hochsauerlandes, nach Winterberg. Ob der Temperaturen ließen wir den Kahlen Asten links liegen und fuhren weiter zum schönen Edersee, dem immerhin zweitgrößten Stausee Deutschlands.
Am Fuße der Staumauer nahmen wir unser Mittagsmahl ein, auch hier herrscht normalerweise reges Treiben und man kommt sich vor wie auf der Intermot persönlich. So langsam beschlich uns das Gefühl dass die überschaubare Masse doch wohl eher mit den frischen Graden als mit den frischen Bieren am Abend zu tun hat.

Für uns war das natürlich besser, über den Diemelsee, Brilon und Warstein ( irgendwie bekam ich schon wieder Durst ) ging es nach Arnsberg. Hier wurden die Bikes aufgetankt und wir absolvierten die letzten Kilometer bis in Ruhrgebiet über die Autobahn.

Klar - das Wetter gestern war schon recht ekelig und es kam nur sehr überschaubarer Fahrspaß auf. Dafür war der Abend und die Rückfahrt umso schöner. Wir durften zwei tolle Gastgeber im Hotel Sassor kennenlernen und waren sicherlich zum letzten Mal vor Ort.